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Modellbau - Panzerzug BP 44

Panzerzug BP 44

Panzerzug BP 44
Foto: Zwirner, Januar 1942, Bundesarchiv, Bild 101I-639-4252-19A / Zwirner / CC-BY-SA, Quelle: Wikipedia

Panzerzug BP 44
Am Spritzling bzw. Giesform sahen die Bauteile noch ganz passabel aus.

Panzerzug BP 44
Die "Passgenauigkeit" der Armageddon-Bauteile.

Panzerzug BP 44
Am Kommandowagen habe ich die Haltestangen der Funkantenne aus Büroklammern (ca. 1mm dick) nachgebildet und anschließend die Funkantenne aus 0,8mm starken Kupferdraht angelötet.

Panzerzug BP 44
Auch die Griffstangen mussten geschnitten und angebracht werden. Die Kupplung stammt noch aus den ersten Versuchen und wurden schnell wieder verworfen.

Panzerzug BP 44
Der Einbau der Antriebseinheit erforderte doch ein wenig Bastelkenntnis, damit nicht noch mehr abgebaut werden muss.

Panzerzug BP 44

Panzerzug BP 44

Panzerzug BP 44
Den ganzen Zug auf ein Bild zu bringen war dann doch etwas zu schwierig für mich. Um einen besseren Überblick über den Zug zu bekommen, habe ich den Zug auf mehrere Bilder verteilt. Der Gesamteindruck auf unserer Clubanlage ist dann doch ganz ordentlich. Mal sehen, wann der Panzerzug auf unserer Clubanlage wieder unterwegs ist.

 Panzerzug BP 44

Das Vorbild
Der Panzerzug vom Typ BP44 wurde 1944 als verstärkte Version des Typs BP42 eingeführt. Ausgerüstet mit diesem Typ wurden die Panzerzüge 73-84. Die sichtbare Änderung bestand darin, dass der Abstoßwagen gegen einen Panzerjägerwagen ersetzt wurde. Dieser Panzerjägerwagen hatte den Turm vom Panzer IV mit einer 7,5cm KwK. Die Panzerzüge verfügten weiterhin über je zwei Panhard Panzerspähwagen (in einem der nächsten Clubhefte) die sowohl auf der Straße bzw. im Gelände als auch auf der Schiene operieren konnten.

Aufgrund der Fortdauer des Krieges liessen sich die Standardisierung nicht allgemein durchführen, so dass die Panzerzüge später ein regelrechtes Durcheinander an Fahrzeugen hatten. Materialknappheit führte zusätzlich noch zu einer Vereinfachung der Fahrzeuge.

Die Tarnanstriche variierten je nach Einsatzbereich. Die ersten Panzerzüge waren noch mit der grauen Farbe der Reichsbahn gestrichen. Später kam standardmäßig der dunkelgelbe Anstrich mit rotbraunen/grünen Abtarnungen zum Einsatz. Im Winter kamen aber auch weiße Wintertarnungen zum Einsatz.

Das Modell
Das Modell ist der Bausatz der französischen Firma Armaggeddon im Maßstab 1:72. Leider lässt die Qualität des Bausatzes sehr zu wünschen übrig. Trotzdem habe ich versucht einen Panzerzug zu bauen, der auch auf einer H0-Anlage fahrbereit ist und einen guten Eindruck hinterlässt.

Zuerst mussten die Fahrzeugböden aufgefräst werden, damit Achsen und Kupplungen untergebracht werden können. Auch habe ich ein tragfähiges Innenleben eingebaut, damit die Achsen und Kupplungen auf einer Höhe sind und auch waagerecht zur Schienenoberfläche sind. Nachdem dass alles vorbereitet war, konnten die Fahrzeugaufbauten zusammengeklebt werden. Hier war allerdings der Schleifaufwand sehr groß, da alles sehr krumm und schief war. Auch die Höhenunterschiede zwischen Dach und Fahrzeugboden waren teilweise enorm. Hierdurch litt leider der Gesamteindruck. Den Fahrzeugen kann man jetzt eine Schieflage ansehen, mal nach links, mal nach rechts. Die Breite der Fahrzeuge war trotz Maßstab 1:72 ok. So hatte ich keine Probleme, die Fahrzeuge an unseren vorhandenen Bahnsteigkanten der Bahnhöfe vorbeizuführen.

Die Panzerlok war aber eine Herausforderung! Nachdem die Bauteile der Lok gerade geschliffen waren und die Höhen passten, kam die Breite an die Reihe. Beim Zusammenhalten der Bauteile wurde klar, dass die Lok an keinem Bahnsteig vorbeikam. Auch um die Signale an der Strecke hatte ich meine Sorge. So blieb mir nur übrig, von der Mitte heraus Millimeter für Millimeter abzuschleifen, bis eine ausreichende, maximale Breite erreicht war. Das war insofern schwierig, als dass die Panzerung der Rauchkammertür kein rundes Bild mehr ergibt, sondern jetzt ein wenig - oder auch mehr - oval ist.

Nun kam der Antrieb dran. Eine Dampflok der Baureihe 57 - egal welcher Epoche - war schnell zu bekommen. Nun den Kessel abgeschraubt und eine Passprobe durchgeführt. Wie zu erwarten war, passte die Panzerung natürlich nicht. Also habe ich den Rahmen um etliches erleichtert. Die Zylinder mussten, genau wie die Antriebsstangen abgebaut werden. Erst jetzt passte der Rahmen mit den ‚Antriebsachsen' in die Panzerung. Durch das Fehlen der Kuppelstangen leidet zwangsläufig der Eindruck. Während der Fahrt fehlt jetzt das Auf und Ab der Kuppelstangen, welche unter der Panzerung eigentlich ein wenig sichtbar sein sollten. Das nächste Problem war die Verbindung zwischen Lokomotive und angetriebenen Tender. Hier musste ich eine separate Kuppelstange anfertigen. Sie musste länger sein, als die vorhandene. Die Panzerungen greifen natürlich auch in den Führerstand der Lok ein und sollten ihn dicht abschließen. Das konnte ich jedoch nicht realisieren, da die Radien der H0-Modellbahnanlage doch enger sind als es die Panzerung erlaubte.

Mittels Probeläufen konnte ich dann die Höhen der Radsätze der Fahrzeuge und auch die Kupplungen einstellen. Da die Panzerungen der Puffer mit zu berücksichtigen waren, mussten die Kupplungen etwas weiter aus dem Fahrzeug herausragen, damit die Radien einer Modelleisenbahn befahren werden konnte. Zumindest für Radien ab ca. 420mm aufwärts.

Zum guten Schluss mussten dann die Gewichte der Fahrzeuge ausgelotet werden. Da die angetriebene Lok in der Mitte plaziert ist und die Fahrzeuge symetrisch angeordnet sind, muss die eine Hälfte der Fahrzeuge geschoben werden. Auf der Geraden ist das ja noch kein Problem, aber die Kurven sind eine Herausforderung. Da die Fahrzeuge sehr leicht sind, werden sie gerne aus der Kurve geschoben und entgleisen. Erst zusätzliche Gewichte brachten den Erfolg, dass die Fahrzeuge einwandfrei durch die Kurven geschoben werden konnten. Hier musste natürlich darauf geachtet werden, dass nicht zu viel Gewicht in die Fahrzeuge gelegt wird, da sonst der kleine Motor der Lok überbeansprucht wurde.

Die weiteren Probefahrten verliefen jedoch problemlos. So kann mein Panzerzug BP44 in der Tarnlackierung Wehrmachtsgrau ab jetzt seine Runden auf unserer Clubanlage drehen.

Bei meinem zweiten Panzerzug, einem BP42 von Artmaster im Maßstab 1:87 passte alles viel besser. Doch hierüber erfahrt ihr in einem der nächsten Clubhefte.

Siehe auch:
www.panzerbaer.de/units/wh_bp44.htm
www.panzerbaer.de/units/wh_bp42-44.htm

 




Panzerzug BP 44

Panzerzug BP 44

Panzerzug BP 44

Panzerzug BP 44

Panzerzug BP 44

Panzerzug BP 44

 Der Angriff

von oben nach unten:

Der Panzerzug BP 44 befindet sich auf Patroullienfahrt im frontnahen Gebiet als er in einen Hinterhalt der Partisanen gerät. Der vordere Geschützwagen wird bereits verteidigt während die Vierlingsflak noch Feuerbereit gemacht wird. Der Beobachtungsposten vom Kommandowagen hat die Situation im Blick und brüllt Kommandos an die Mannschaft vor ihm. Auch die Kameraden vom Geschützwagen gehen in Feuerbereitschaft.

Den Kameraden der gezogenen Einheit des Panzerzuges sieht man es an, dass sie sich auf eine ruhige Patroullienfahrt eingestellt haben. Hastig eilen sie zu ihrer feuerbereiten 2cm-Vierlingsflak und ihrem 10cm-Geschützturm und diese auszurichten. Einige der Kameraden geben ihnen Feuerschutz, so dass die unbewaffneten Kameraden zu den Geschützen laufen können oder zu ihren Waffen gelangen können.

Fatal wäre jetzt eine fern gezündete Mine unter den Schienen. Sobald die Lokomotive darüber fährt, könnte sie von den Partisanen ausgelöst werden - und das wäre das Ende des Panzerzuges. Da die Lokomotive sich zwischen den beiden Einheiten befindet, müssen die Partisanen immer erst die eine Hälfte des Zuges passieren lassen, um die Lokomotive entgleisen zu lassen oder zur Explosion zu bringen. Da der Panzerzug dann unbeweglich wäre, wäre dies auch sein Ende.

 



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